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    PÄDAGOGIK

    Musik fördert die Entwicklung der Kinder

    Es ist unsere Mission Menschen jeden Alters überall die Freude am Musizieren näher zu bringen. Wir sind fest davon überzeugt, dass gerade für Kinder der Umgang mit Musik und Musikinstrumenten enorm förderlich ist und deren Entwicklung positiv beeinflusst.

    Musizieren fördert die Kreativität, schult die Wahrnehmung, die Motorik, die Konzentration und die Gedächtnisleistung. Auf diesem Weg unterstützt Musik die Entwicklung von Selbstbewusstsein und Identität. Musik ist eine universelle Sprache, die alle Beteiligten gleich stellt. Sie eröffnet wunderbare Chancen für die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Inklusion und Integration. So verhilft das gemeinsame Musizieren in der Gruppe auch zu einer Reihe von sozialen Fähigkeiten, Kooperationsbereitschaft und Empathie. Ein schöner Ansporn, uns für mehr aktives Musizieren in der modernen Pädagogik stark zu machen!

     
    • Musizieren eröffnet eine Möglichkeit sich selbst auszudrücken, innere Befindlichkeiten über Töne, Klänge und Rhythmen zu kommunizieren, übergreifend auch mit anderen Ausdrucksformen wie Bewegung und Tanz verbunden. Darüber hinaus fördert die Konfrontation mit musikalischen „Problemstellungen“ die Kreativität im Denken, die Entwicklung eigener Ideen, gesteigerte Ideenvielfalt, Originalität der Ideen und Flexibilität. Dadurch wird Problemlösungsfähigkeit geschärft.

    • Der Umgang mit Musik fördert genaues Hinhören. Kinder erleben, welche Töne sie auf einem Instrument produzieren können und entwickeln ein ausgeprägtes Unterscheidungsvermögen für Lautstärken, Tonhöhen und Harmonien und schärfen dadurch ihre generelle Aufnahmefähigkeit in allen Lebensbereichen.

    • Musizieren erfordert und fördert feinmotorische Präzision. Das Spielen einer Tonleiter auf einem Tasteninstrument beispielsweise, erfordert ein Zusammenspiel von Aktivierung und Hemmung. Der natürlichen Bewegung nach beugen sich beim Beugen des Zeigefingers auch alle anderen Finger mit. Um dies zu verhindern, muss das Gehirn lernen, nicht nur Impulse in Richtung des aktivierten Fingers, sondern gleichzeitig auch an die restlichen Finger zu senden, um ihre Bewegung zu hemmen.

    • Musizieren setzt die gleichzeitige Verarbeitung mehrerer sensorischer Reize voraus. Um einen Ton zu erzeugen, muss ein Kind die Motorik planen und die Bewegung der Arme und Hände koordinieren, um die (richtige) Taste zu treffen (Auge-Hand- Koordination). Ebenso muss das Kind die Kraft regulieren. Wird gemeinsam mit anderen oder passend zu einem Lied gespielt, dann muss man ebenso Tempo und Rhythmus synchronisieren.

    • Das Spielen eines Musikinstruments fördert nachhaltig die Synapsen Bildung. Dabei werden Gehirnzellen vernetzt, auch von der linken zur rechten Gehirnhälfte. Dies wiederum unterstützt das Gehirn, Zusammenhänge schneller einordnen zu können und verbessert die Gedächtnisleistung.

    • Musizieren, ob allein oder in der Gruppe hat auch einen sozialen Aspekt, der mit diesem Punkt aufgegriffen werden soll. Musizieren schafft Selbstvertrauen, selbst wenn man nur wenige Lieder beherrscht. Über die Musik bilden sich Freundschaften. Musik bzw. das Spielen eines Instruments ist identitätsstiftend.

     

    IM INTERVIEW: HOHNER GESCHÄFTSFÜHRER STEFAN ALTHOFF

    Buch- und Zeitschriftenverleger Gernot Körner interviewte den Geschäftsführer der HOHNER Musikinstrumente GmbH und SONOR GmbH Stefan Althoff zum Verkaufsstart des neuen XS Akkordeons.

    Tatsächlich beobachten auch wir, dass Musik und vor allem das Spiel mit Instrumenten in vielen Tageseinrichtungen einen immer geringeren Anteil hat. Das ist bedrückend, zumal der Umgang mit Musik für Kinder nachweislich sehr förderlich ist. Gerade in den ersten Lebensjahren bietet es eine unglaubliche Vielfalt an Sinneswahrnehmungen. Neben ihrer eigenen Ästhetik löst das Spiel mit Musik so weitreichende entwicklungspsychologische Effekte aus, dass sie die gesamte Persönlichkeit des Kindes fordert und fördert. So oder ähnlich steht es in allen Bildungsplänen. Musik fördert das Wohlbefinden, den Ausdruck, die Fantasie, die Kreativität und die sozialen Kompetenzen. Sie unterstützt die kulturelle Identität und interkulturelle Kompetenz. Und sie lehrt das aufmerksame Zuhören.

    Es wird erwartet, dass der frühe Umgang mit MINT Themen Kinder besonders gut auf die Zukunft vorbereitet. Dabei werden meines Erachtens zwei wesentliche Realitäten übersehen. Zum einen wissen wir alle nicht, was uns die Zukunft bringt. Zum anderen benötigen wir, um uns den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, gut entwickelte Grundkompetenzen, wie sie etwa der Umgang mit Musik vermittelt. Kreativität, Fantasie und viele soziale Fähigkeiten gehören dazu. Heute stehen wir beispielsweise vor der Notwendigkeit die Integration und die Inklusion voran zu bringen. Gerade hier hat die Musik mit ihrer universellen Sprache ein enormes Potenzial zu bieten. Auch deshalb fordern so bekannte Forscher und Experten wie Gerald Hüther und Manfred Spitzer neben Sport, Kunst und Theater vor allem der Musik mehr Raum an Kitas und Schulen einzuräumen.

    Ganz sicher nicht. Schauen Sie doch mal wie die Zahl der Musik- und Tanzformate im Fernsehen zugelegt haben. Die Konzerte bekannter Musiker sind meist innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, obwohl die Kartenpreise in den vergangenen Jahren enorm gestiegen sind. Laut Umfragen sind 80 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass Kinder in Kindergärten musikalischen Aktivitäten nachgehen sollten. In knappt 18 Prozent der deutschen Haushalte wird ein Instrument gespielt. Zwar ist der Anteil hier geschrumpft, aber fast die Hälfte der Menschen würde gerne ein Musikinstrument spielen laut Umfragen der GfK. Musik ist seit jeher ein Grundbedürfnis, das dem inneren menschlichen Antrieb nachkommt, sich ästhetisch auszudrücken. Schon in der Steinzeit haben Menschen dazu aus Knochen Flöten und Trommeln gebaut.

    Aus unserer Erfahrung heraus sind Kinder, sobald sie ein Akkordeon beobachten oder sogar anfassen können, fasziniert von dem Instrument. Der Balg, die Tasten, die Knöpfe – all das spricht das kindliche Entdeckerbedürfnis an. Diese Faszination ist für den einen oder anderen Discounter Anlass genug, in regelmäßigen Abständen Spielzeug-Akkordeons in den Markt zu bringen. Sie sind aber eben nur Spielzeug, und kommen weder im Umgang noch im Sound einem echten Instrument gleich. Das löst am Ende nur Frustration aus und ist deshalb eher kontraproduktiv.

    Als Weltmarktführer für Akkordeons sind wir natürlich daran interessiert, Kinder für das Akkordeon zu begeistern. Das ist heute immer früher von Bedeutung, weil Kinder schon im Kindergartenalter in eine Vielzahl von Freizeitangeboten eingebunden sind. Wenn wir dann erst im reiferen Grundschulalter auf diese zugehen, ist es meist schon zu spät. Zudem wissen wir aus Studien, dass nur rund 7,4 Prozent der Kinder, die zwischen drei und fünf Jahren mit dem Musizieren begonnen haben, damit wieder aufhören. Aufgrund dieser Erkenntnisse, der Begeisterung der Kinder für das Akkordeon und die Notwendigkeit, früh an sie heranzutreten, haben wir uns entschieden, ein Akkordeon für Kinder ab vier Jahren zu entwickeln, das ihren Bedürfnissen entspricht.

    Je früher man den Bezug zu einem Instrument aufbaut, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Spielen fortgeführt wird. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Akkordeon haben wir unsere Hausaufgaben richtig gemacht. Kinder sind ja ohnehin viel unbefangener als Erwachsene. Und ebenso offen gehen sie auch mit dem Akkordeon um. Die Begeisterung dafür, kommt dann schnell hinterher. Denn anders als mit anderen Instrumenten lassen sich mit dem Akkordeon auf ganz einfachem Weg schöne Töne erzeugen. Es soll ja auch nicht darum gehen, Kindergartenkinder innerhalb kürzester Zeit zu Virtuosen heranzubilden. Aber im Kindergarten lassen sich die Kinder für das Instrument begeistern, eine Begeisterung, die sie möglicherweise ein Leben lang begleitet.

    Wir haben dieses Instrument mit unserer langen Erfahrung und neuen Impulsen und der wissenschaftlichen Unterstützung der Hochschule für Künste in Bremen entwickelt. Unseren Entwicklern ist es gelungen auf Basis einer ganz neuen Technik, das Akkordeon viel leichter und kleiner zu machen als andere Akkordeons. Wir haben es vor allem ergonomisch an die Bedürfnisse der Kinder angepasst. Dazu gehört auch ein besonderer Gurt für die Kinder. Zudem ist es viel handlicher und leichter zu spielen. Durch die neue Bauweise konnten wir gegenüber den bisherigen Einsteiger Akkordeons ca. die Hälfte des Gewichts einsparen. Trotzdem ist die Soundqualität enorm. Selbst Profimusiker sind ganz besonders begeistert von den Bässen des Instruments.

    Das Akkordeon ist sicher ein fester Bestandteil der alpenländischen Volksmusik und darüber freuen wir uns auch. Genauso gehört es zu anderen Volksmusiken wie dem irischen Folkrock, dem französischen Musette-Walzer oder dem südamerikanischen Tango, um nur ein paar bekannte aufzuzählen. Im Laufe der Musikgeschichte ist das Instrument um die ganze Welt gewandert und so zum festen Bestandteil verschiedener Kulturen geworden. So finden sich heute beim Jazz, in der Klassik und in der modernen Popmusik zahlreiche Akkordeonisten. Und gerade in der modernen Pop-und Rockkultur legte das Akkordeon in den vergangenen Jahren enorm zu. Das Akkordeon ist ein sehr universelles Instrument und genau das kommunizieren wir auch auf all unseren Kanälen.

    Aufgrund seiner Beschaffenheit bietet das Akkordeon viel Raum für ganzheitliche Erfahrungen. Für die Tonerzeugung haben wir beispielweise einen Balg, durch den wir die Luft strömen lassen. So beginnt das Instrument zu atmen. Der spielerische Umgang mit dieser Ausdrucksform eröffnet eine facettenreiche Palette an neuen Erfahrungen. Auf dem Akkordeon lässt sich die komplette musikalische Vielfalt erleben. Wir haben eine Melodieseite, einen Bass und können einprägsame Rhythmen spielen. Hinzu kommt die emotionale Komponente der Musik. Mit dem Versuch all diese Ebenen zu kombinieren, werden beide Gehirnhälften aktiviert und trainiert.

    Das neue Instrument haben wir zudem für den gesamten frühpädagogischen Bereich vereinfacht. Dadurch können Menschen, die sich vorher nicht intensiv mit dem Musizieren auseinandergesetzt haben, relativ schnell gute Fortschritte erzielen. So können die Erzieherinnen bei allen musikalischen Aktivitäten das Akkordeon miteinsetzen. Und weil es so klein und leicht ist, lässt es sich auch gut bei Aktionen außer Haus immer gut integrieren.

    Mit dem Akkordeon wollen wir auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Erzieherinnen ihren musikpädagogischen Auftrag wieder leichter erfüllen können. Die Musikpädagogen Marco Wasem, Elke Gulden und Bettina Scheer haben für diesen Zweck sogar ein eigenes Praxisbuch mit Begleitmaterial entwickelt. Sie sind nicht nur der Meinung, dass das neue Akkordeon bestens in den Kindergarten passt, sondern dass es für die Entwicklungsförderung der Kinder bestens geeignet ist.

     

    GANZHEITLICHER ANSATZ. VIELSEITIGES KONZEPT.

    Das Kita Akkordeon Buch wurde für die Praxis entwickelt und bietet Erzieherinnen und Erziehern eine Einleitung, wie ihr Kindern in Kita-Gruppen ans Akkordeon heranführt. Auf einem ganzheitlichen Konzept basierend wird das musikalische Bewusstsein der Kinder entwickelt, die motorischen Fähigkeiten trainiert und die Kinder beginnen spielerisch und mit viel Spaß mit dem Akkordeonspiel. Dazu gibt es natürlich eine Begleit-CD, auf der ihr Lieder, Klanggeschichten und Hörbeispiele findet.

     

    MIT ALLEN SINNEN MITMACHEN.

    Wer loslegt, der braucht natürlich auch ein eigenes Mitmach-Heft. Die Akkordeon Fibel weckt die Neugierde und Freude der Kinder am Instrument, enthält tolle Aktivitäten, die Kinder selbstständig oder mit ihren Eltern machen können und ist natürlich auf die Inhalte des Praxisbuches abgestimmt. Viele Geschichten, Spiele sowie Mal- und Bastelvorlagen sorgen dafür, dass die Kinder den Spaß am Akkordeon nie verlieren.